Kolloidale Mischtechnik
für Bauindustrie und andere industrielle Anwendungen
Kolloidale Mischtechnik bei der Aufbereitung von Suspensionen.
Bei einem Kolloid (griechisch "Kolla" Leim und "Eidos" Form) handelt es sich um mikroskopisch kleine Teilchen, die innerhalb eines Mediums in größtmöglicher Verteilung (Entropie) vorliegen. Man spricht von einer kolloid-dispersen Phase, wenn die Teilchen eine max. Größe von ca. 0,1 - 0,001 mm aufweisen. Im Allgmeinen liegen diese Teilchen als Feststoffkomponente für ein Mischprodukt in dieser feinen Form nicht vor, sondern bilden Cluster und Klumpen. Die Aufgabe einer kolloidalen Mischtechnik ist es damit, die Feststoffteilchen während des Mischvorgangs voneinander zu trennen und in der Suspension gleichmäßig zu verteilen.
Vorteile der kolloidalen Mischtechnik
Je nach Anforderung an die Suspension ist eine optimale chemische oder auch biologische Reaktion durch eine größtmögliche aktive Oberfläche der beteiligten Stoffe nötig. Je kleiner z.B. die Feststoffteilchen aufgeschlossen sind, um so größer ist die aktive Oberfläche im Verhältnis zu ihrem Volumen.
In der Industrie findet dies Anwendung z.B. für die Hydration von Zemantsuspensionen, Aufschluß von Bentoniten oder auch dem bakteriellen Abbau von klärschlämmen durch Mikroorganismen.
In der Bauindustrie, z.B. im Spezialtiefbau bei Ankerinjektionen, hat die größte Körnung der Feststoffbestandteile Auwirkung auf die Eindringtiefe ins Erdreich bzw. in den Fels. Auch hier ist ein kolloidaler Aufschluss von Microzementen von entscheidender Bedeutung.
Kollodiale Mischtechnik liefert Ihnen in jedem Anwendungsbereich Vorteile, in dem es auf ein optimal aufgeschlossenes Mischprodukt ankommt.

